In letzter Zeit mehren sich wieder Ufo-Sichtungen, vor allem in meinem persönlichen Umfeld. Also, eigentlich habe ich nur begonnen, Koreanisch zu lernen. Und in dessen Schrift wimmelt es nur so vor lauter kleinen Ufos. Selbst wenn man sich mit ostasiatischen Sprachen und Schriften gar nicht auskennt, kann man die koreanische Schrift leicht erkennen. Denn sie hat an vielen Stellen Kügelchen, die eben wie Ufos aussehen. Nehmen wir mal dieses Wort, das irgendwie „yeou“ ausgesprochen wird und übersetzt „Fuchs“ heisst:

여우

Man sieht ganz deutlich, wie im rechten Teil des Wortes ein kleines Ufo auf einer Plattform landet, während links ein weiteres Ufo seitlich an einer hochkant stehenden Station andockt und zwecks Aussteigen der Passagiere mittels zweier Querstreben fixiert wird. Wer das nicht auf Anhieb erkennt, dem helfen auch der Verzicht auf Impfungen und die vermehrte Einnahme von Chemtrails nicht mehr.

Aber was bedeuten diese Kügelchen denn nun wirklich im koreanischen Schriftbild? Das Koreanische ist eine Silbenschrift. Jede Silbe kann 2 bis vier Buchstaben enthalten. Und es gibt eine einfache Regel: Jede Silbe beginnt zwingend mit einem Konsonanten. Jedenfalls die geschriebene Silbe.

Natürlich gibt es auch Silben, die – gesprochen zumindest – mit einem Vokal beginnen. Zum Beispiel in diesem Wort, das einfach als „i“ ausgesprochen wird (das ist schon das ganze Wort) und übersetzt wohl durchaus „dies“ oder auch mal „Zähne“ bedeuten kann:

Der senkrechte Strich rechts ist das Zeichen für i, und jetzt löse ich das Geheimnis um den Kringel links: i ist ein Vokal, und da koreanische Silben aber – wie oben bereits erwähnt – immer (!) mit einem Konsonanten beginnen müssen, wird der stumme Hilfskonsonant vor das i/ㅣ gesetzt. So ist dem Schriftbild und der Aussprache gleichermassen Genüge getan.

Das ist am Silbenanfang stumm, am Silbenende wird es als -ng ausgesprochen.Und in geschriebenen Texten wimmelt es nur so von diesen listigen kleinen Kullern.

So, jetzt weisste schon wieder mehr und kannst deine Dankbarkeit auf viele verschiedene kreative Weisen zum Ausdruck bringen. Mir zum Beispiel mal ein Eis kaufen oder mich in dein Abendgebet einschliessen.